Akzeptanzmodell

 

Unter Akzeptanzstudien fallen sowohl einfache Erhebungen (z.B. "Wie hat eine Werbekampagne gefallen?", "Was hält man von einem Tempolimit?", etc.), als auch umfassende Studien, in denen Akzeptanz sehr vielschichtig interpretiert und auch Akzeptanzbedingungen analysiert werden.

Die Methodik des "Akzeptanzprofils" ermöglicht kompakte und sehr aussagekräftige Akzeptanz- und Evaluationsstudien. Diese Methodik setzen wir sehr erfolgreich in verschiedenen Bereichen der Motiv- & Kommunikationsforschung ein. Aus den Ergebnissen können direkt die notwendigen Maßnahmen abgeleitet werden.

Das Akzeptanzprofil© besteht aus vier fundamentalen Aspekten, die immer simultan zu interpretieren sind (kein Stufenmodell!):

Allgemeine Akzeptanz bzw. allgemeine Zustimmung
("Man sollte...." bzw. "Es wäre gut...")
z.B. "Es wäre gut, wenn sich alle strikt an die Tempolimits halten würden."
Zustimmung mit Selbstbezug 
("Auch ich sollte bzw. werde....")
z.B. "Auch ich sollte mich strikt an die Tempolimits halten."
Verhaltensabsicht
("Ich werde zukünftig....")
z.B. "Ich werde mich in Zukunft strikt an die Tempolimits halten."
Verhalten bzw. Verhaltensbehauptung
("Ich tue...")
z.B. "Ich halte mich strikt an die Tempolimits." (bzw. objektive Überprüfung)

Die Ergebnisse der Akzeptanzprofilanalyse (jeweils 4-stufige Zustimmungsskalen) geben genau Aufschluss darüber, auf welcher Ebene Maßnahmen zur Einstellungs- oder Verhaltensänderung ansetzen müssten.

Beispiel "Verkehrssicherheit"

Erfahrungsgemäß ist die "Allgemeine Akzeptanz" der Aussagen von Verkehrssicherheitskampagnen üblicherweise recht hoch, zumeist im Sinne von "Die anderen sollten vorsichtiger Fahren bzw. die Appelle sollten von den anderen eingehalten werden!", während die "Zustimmung mit Selbstbezug" zumeist gering ausfällt.

Viele Kampagnen setzen auf einer falschen Ebene an und versuchen, die ohnehin hohe allgemeine Akzeptanz von "Verkehrssicherheit" zu erhöhen. Viel wichtiger wäre es aber, einen Selbstbezug herzustellen, d.h. eine für das Verhalten der angesprochenen Person tatsächlich relevante Argumentation einzusetzen.