Aktueller Pressetext zum Erscheinen der 36-seitigen
Broschüre: "Gestaltung innerörtlicher
Orientierungssysteme" Hrsg: Amt der NÖ
Landesregierung, Abteilung
Gesamtverkehrsangelegenheiten,
Autor: Michael Praschl, St. Pölten 2002. |
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Innovative Orientierungskonzepte statt Schilderwald!
Das Land
Niederösterreich will nun dem ausufernden Schilderwald mit
einem innovativen, psychologisch orientierten Ansatz
begegnen. Bisher wurde die Beschilderungsproblematik im
Straßenraum vornehmlich aus technischer und rechtlicher
Sicht beleuchtet, ohne die Wahrnehmungsfähigkeit des
Menschen ausreichend zu berücksichtigen. „Das Land
Niederösterreich geht hier einen anderen Weg und bietet ein
Handbuch zur Gestaltung von innerörtlichen
Orientierungssystemen an, das nach psychologischen Kriterien
entwickelt wurde. Schließlich steht der Mensch im
Mittelpunkt“ so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.
Seit
vielen Jahren wird in regelmäßigen Abständen von
verschiedenen Seiten eine Abholzung der Schilderwälder
gefordert. Der Projektleiter DI Christoph Westhauser weiss
aber, dass dies ein schwieriges Unterfangen ist: „Die
bisherigen Erfahrungen zeigen, dass ein oberflächlicher
Versuch, die Anzahl der Schilder zu reduzieren zum Scheitern
verurteilt ist. Erst durch ein systematisches
Orientierungskonzept, das die Fähigkeiten des menschlichen
Gehirns berücksichtigt, kann die Zahl der Schilder, ohne
Abstriche bei der Orientierungsqualität, reduziert werden.“
Eine Arbeitsgruppe der NÖ-Landesregierung analysierte
gemeinsam mit dem Motiv- & Kommunikationsforscher Mag.
Michael Praschl, welche Anforderungen an ein gutes
Orientierungssystem zu stellen sind. Die Erkenntnisse wurden
in einer übersichtlichen Broschüre zusammengefasst und
sollen in Zukunft von allen niederösterreichischen Gemeinden
berücksichtigt werden.
Die neuen
Gestaltungsrichtlinien für innerörtliche
Orientierungssysteme reichen von der strategischen Planung
bis zur Gestaltung der einzelnen Schilder und bauen auf
folgenden vier Pfeilern auf:
a)
Anknüpfung an psychologische Orientierungsstrategien des
Menschen: Seit jeher orientieren sich Menschen an
auffälligen Orientierungspunkten (Berge, Hügel, auffällige
Gebäude, etc.) und deutlichen Achsen, die ein Gebiet
durchqueren (Flüsse, Straßen, Wege). Diese wichtigen Punkte
und Achsen, die es Besuchern ermöglichen, rasch einen klaren
Überblick zu gewinnen, haben für das Orientierungssystem
Priorität.
b)
Leichte Erkennbarkeit und Auffindbarkeit der wichtigen
Achsen: Deutliche, auch für Fahrzeuglenker leicht
wahrnehmbare Straßennamensschilder und Hausnummern
erleichtern das Auffinden von Adressen erheblich und machen
dadurch zahlreiche zusätzliche Hinweisschilder überflüssig.
Hier besteht in Österreich noch ein großer Nachholbedarf.
c)
Rasche Unterscheidbarkeit momentan relevanter und
irrelevanter Informationen: Die gewohnten
längsformatigen Wegweiser bleiben in Zukunft den Fernzielen
und besonders wichtigen Nahzielen vorbehalten. Für alle
anderen Zielangaben (Freizeiteinrichtungen, Betriebe, etc.)
sind hochformatige Tafeln vorgesehen. Dadurch wird eine
rasche Unterscheidung zwischen momentan wichtigen und
unwichtigen Informationen ermöglicht, was sowohl der
Orientierung als auch der Verkehrssicherheit dient.
d)
Wahrnehmungspsychologisch optimierte Schildergestaltung:
Gefällige Schilder werden rascher wahrgenommen, stören das
Ortsbild weniger und können außerdem eine Belebung der
Ortskerne bzw. der lokalen Geschäfte unterstützen.
Die neue
Broschüre „Gestaltung innerörtlicher Orientierungssysteme“
ist erhältlich bei:
Amt der
NÖ-Landesregierung
Abteilung
Gesamtverkehr
DI Christoph
Westhauser
Landhausplatz 1, Haus
16
A-3109 St. Pölten
Tel. 02742 9005 15560
mail:
christoph.westhauser@noel.gv.at
nähere Informationen:
http://www.noel.gv.at/service/ru/ru7/Downloads/LeitsystemCheck1xxx.pdf
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