Speedless - Beschreibung des eigenen Fahrstils

 


Michael Praschl 2000: speedless - Effektive Argumentation gegen Schnellfahren.
Gefördert aus den Mitteln des Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds

 
  • Ein Großteil der Fahrer hört beim Fahren gerne Musik (92%), rasante Fahrer nahezu zu 100%.
  • Unabhängig vom Fahrstil meinen jeweils ca. 90%, dass sie vorausschauend fahren und für andere mitdenken und ihnen das Fahren insgesamt gesehen Spaß macht.
  • 85% legen konsequent den Sicherheitsgurt an, wobei besonders bedenklich ist, dass diese Quote absinkt, je rasanter der eigene Fahrstil eingestuft wird. Von den rasanten Fahrern schnallen sich nur 62% an, von den zurückhaltenden dagegen 94%!
  • 84% stufen sich selbst als freundliche und höfliche Fahrer ein und zwar 93% der zurückhaltenden Fahrer und nur 54% der rasanten Fahrer.
  • 72% behaupten, das Tempolimit im Stadtgebiet einzuhalten, 63% auch das auf Überlandstraßen und 53% auch das auf Autobahnen.
  • 60% bezeichnen ihren Fahrstil als "defensiv, nachgebend", 56% als "cool-souverän-gelassen" und 45% als "präzise, perfektionistisch"
  • 53% warnen andere vor "Radarfallen" und
  • knapp 50% geben zu, dass sie häufig schneller unterwegs sind, als sie es eigentlich für vernünftig halten.
  • Nur 13% sehen sich als hektische "Stressfahrer", obwohl der Termindruck am häufigsten als Schnellfahrmotiv genannt wird.
Die Fahrstilbeschreibungen von zurückhaltenden, zügig-aktiven und rasanten Fahrern weichen erheblich voneinander ab, wobei interessanterweise der Fahrspaß überhaupt nicht mit der gewöhnlich gefahrenen Geschwindigkeit zusammenhängt. Zurückhaltendes Fahren macht offenbar genauso viel Spaß wie rasantes Fahren.

Rasante Fahrer unterscheiden sich von zurückhaltenden am stärksten darin, dass sie Tempolimits nicht einhalten, ihren Fahrstil als deutlich weniger "defensiv, nachgebend" einstufen, weniger freundlich und höflich sind, seltener den Sicherheitsgurt anlegen, ihren Fahrstil als wesentlich "wendiger, dynamischer, jede Lücke ausnützend", "emotionaler & gefühlsbetonter" und wesentlich "cooler & souveräner" einstufen und großteils auf laute Musik beim Fahren abfahren.

Lenker, die bereits mehrere Unfälle hinter sich haben, schnallen sich signifikant seltener an (71%) als unfallfreie Lenker (87%). Offensichtlich spielt die Unfallerfahrung weder für die Fahrgeschwindigkeit, noch für andere Sicherheitsvorkehrungen eine wesentliche Rolle. Auch die Selbsteinstufung als hervorragender Fahrer leidet nicht unter der Unfallgeschichte.